Hyperbourgeoisie

Ich möchte hier einen sehr aufschlussreichen Aufsatz von ‚LE MONDE diplomatique‘ aus dem Jahr 1998 vorstellen, der die Verschiebung sozialer Klassen im aktuellen Turbokapitalismus und dessen Folgen für die Welt thematisiert:

„Die Internationale der Hyperbourgeoisie“

Es geht dabei vor allem um die sogenannte ‚Hyperbourgeoisie‘, welche zum verlängerten Arm der plutokratischen Weltherrschaft der wenigen Multimilliardäre geworden ist. Wir alle kennen die Namen der Superreichen wie Rockefeller, Bill Gates, etc., da sie nicht zuletzt den technokratischen Trend für die Zukunft vorgeben, indem sie alle großen Entwicklungen (Medizin, Technologie, Infrastruktur) kontrollieren. „Verschwörungstheoretiker“ erkennen in diesen ja ‚Eugeniker‘, deren Plan es ist, bis auf ein paar Hunderttausend die Menschheit auszulöschen und den Rest nach Belieben zu kontrollieren. Siehe z.B. hier! Nun ja, das Potenzial dazu haben diese Menschen auf jeden Fall und es ist deshalb unsere Pflicht ihnen streng auf die Finger zu schauen!

Zurück zur ‚Hyperbourgeoisie‘ (sprich: Hüperburschuasie 🙂 ). Dies ist die neue bürgerliche Klasse, die sich total dem Geldgötzen ergeben hat und deswegen keine Bindung mehr zur traditionellen, „einfachen“ Gesellschaft empfindet. Hauptsache mit dem Strom der Reichen und Schönen schwimmen und Bewunderung der ganzen anderen Materialisten erfahren. Fakt ist, die „Superreichen“ sind auf diese Klasse angewiesen, um ihre Geldmacht aufrechtzuerhalten, da sie „dem Pöbel“ ein neues Idealbild vermitteln: der Weltbürger, der den ganzen „Kram“ wie Nationalismus und Stammesdenken überwunden hat und somit das Zeitalter des Konsumismus und des Einheitsmenschen einläutet.

Zu was diese unbestreitbare Entwicklung führt, hat Alexander Dugin ja richtig in seiner Liberalismuskritik erklärt. Wie menschenverachtend diese neue Klasse der ‚Hyperbourgeoisie‘, nennen wir sie Egomanen, ist, zeigt dieses Zitat aus dem verlinkten Artikel:

„Hinter der globalen Multikulturalität der Hyperbourgeoisie verbirgt sich auch eine neue Variante der Verachtung: Die „Globalen“ blicken auf die „Lokalen“ herab, vor allem auf die Bewohner südlicher Länder, woraus sie das Recht ableiten, ihnen ihre paradiesischen Wohnorte wegzunehmen. Aus dieser Sicht besteht kein großer Unterschied zwischen den nordamerikanischen Umweltschutzvereinigungen, die Teile Amazoniens kaufen, den „demokratischen“ Hollywood-Stars, die einen argentinischen See privatisieren, oder Jagd- und Anglergesellschaften, die riesige Waldgebiete in Kastilien, in der Sologne oder im Tarn einzäunen, um liebenswerten Ruheständlern eine angenehme Freizeit zu ermöglichen.“

Schöne neue Welt 😦

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