Lektion 3: Diktatur überall

In ‚Lektion 1‘ bin ich auf die drei bzw. vier Gewalten des Staates eingegangen, die in einem Rechtsstaat unabhängig voneinander sein müssten. In einem solchen leben wir ja, wie uns die politische Bildung in der Schule und den Medien wissen lässt. Geschmückt wird unser System zusätzlich mit Prädikaten wie Demokratie und Meinungsfreiheit, die glauben lassen, wir in Deutschland und im Westen sind  das ‚Nonplusultra‘ geschichts-philosophischer Betrachtung. Denn wo sonst lebte man freier und besser als hier?

Ganz im Sinne von Francis Fukuyama’s „Ende der Geschichte“ sind wir das Vorbild für alle Gesellschaften, die wie Afghanistan oder Lybien von ihren „verrückten“ Herrschern befreit werden müssten. Naja, zumindest wird es uns so immer von den Politikern und Medien suggeriert… Bis wir merken, dass die Frauen, Homosexuelle oder andere religiöse Minderheiten, wie die Christen, auch unter den neuen Herrschern, keine Freiheiten genießen oder weiter verfolgt werden. Spätestens hier müsste es dann eigentlich „KLICK!“ machen und deutlich werden, dass hinter all den „humanitären Kriegen“, an denen sich auch Deutschland immer wieder beteiligt, ganz andere Interessen stehen… Dies ist aber ein anderes, jedoch enorm wichtiges und brisantes Thema, welches zu gegebener Zeit behandelt wird.

Vielmehr soll hier deutlich gemacht werden, dass wir in Deutschland in keinster Weise besser regiert werden, als die Menschen in den sogenannten „Dritte-Welt“ Ländern. Denn genauso wie dort, sind unsere Regierungen korrupt, über beide Ohren kriminell und moralisch degeneriert. Die einzigen Unterschiede sind m.M.n. die größere politische Stabilität und unser hoher materieller Wohlstand, welche beide aus der christlichen (Arbeits-)Ethik herrühren. Denn hier wie dort gilt die „Logik der Macht“, welche sich im Gegensatz von ‚Elite‘ und ‚Masse‘ manifestiert. Auf der einen Seite die ‚Politische Klasse‘, auf der anderen Seite die dummen Schafe, von deren Arbeit sich die Mächtigen prächtig ernähren können. Zu diesem ‚Parasitentum‘ gehören letztlich alle staatlich Bediensteten, wobei der kleine Polizist für den Schutz der Politiker verheizt wird. Oder wie anders ist die brutale Polizeigewalt gegen die Demonstranten in Spanien, Griechenland und anderswo zu verstehen, die gegen das korrupte System Protest einlegen?

Video: Brutale Polizeigewalt gegen spanische Demonstranten

„Diese These, dass unser System nicht besser als das Chinas sein soll, ist trotzdem total lächerlich…“, mag es jetzt heißen, „… okay, auch unsere Politiker sind nicht die bravsten Lämmer, doch wir können frei sagen, was wir denken und das geht in China nicht. Außerdem werden die Minderheiten nicht von der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen oder sonstwie diskriminiert.“

Darauf erwidere ich: „Das sagt bitteschön wer? Der Fernseher? Die BILD-Zeitung? Der lustige Grüßonkel a.k.a. Bundespräsident? Der Uni-Professor? Fällt euch was auf? Das sind alles privilegierte Repräsentanten des Systems und deshalb Träger der Staatsideologie!“

Die Staatsideologien in Deutschland nennen sich Hedonismus, Multikulturalismus, Europäische Union, ‚Westliche Wertegemeinschaft‘, universale Menschenrechte und nicht zuletzt Holocaust. Wer laut Kritik an diesen Konzepten übt, muss damit rechnen, „sarraziniert“ und vom öffentlichen Leben ausgeschlossen zu werden. Denn wir alle wissen doch, dass z.B. echte Debatten über die verfehlte Integrationspolitik in Deutschland überhaupt nicht stattfinden, obwohl sich das Buch „Deutschland schafft sich ab“ über 1,5 Millionen Mal (!) verkauft hat. Sind dies keine (Meinungs-)Minderheiten oder sogar -Mehrheiten, deren Meinungsfreiheit eingeschränkt wird???

Ich muss sagen, dass ich Sarrazin mittlerweile zwar auch um einiges kritischer sehe als noch vor zwei Jahren, aber dies bedeutet nicht, dass man das Bedürfnis der Deutschen nach ehrlicher Diskussion über unangepasste Migranten und Parallelgesellschaften mit Füßen treten soll. Denn auch hier passen der ‚Politischen Klasse‘ die Einstellungen ihrer Bürger offensichtlich nicht in den Kram, was verständlich ist, wenn man sich klar macht, was Masseneinwanderung und Multikulturalismus für (Spät-)Folgen haben werden.

Was ist nun also, neben der obligatorischen Politiker-Schelte, die Essenz dieser dritten Lektion?

1) Wir leben nicht in Freiheit, sondern in einem Zwangssystem wie es auch die Chinesen oder die Kubaner tun. Der Grad der Einschränkung ist freilich ein anderer, aber hüben wie drüben verfügt ein, in sich geschlossenes, Macht-Kartell über die arbeitende Bevölkerung. Dieses Kartell schließt alle wichtigen gesellschaftlichen Akteure mit ein, welche von der Unorganisiertheit der vielen „Anständigen“ profitieren. Die gewünschte öffentliche Meinung wird über die Medien reguliert, welche zudem die Staatspropaganda (subtil oder offensichtlich) verbreiten. Je unkritischer die Bevölkerung, desto besser… auch für Angela Merkel.

2) Die Vorstellung von ‚Demokratie‘ oder ‚Volksherrschaft‘ sollte sich deshalb jeder aus seinem Kopf streichen! Das System gibt sich nicht einmal mehr die Mühe, wenigstens die Illusion von bürgerlicher Mitsprache aufrechtzuerhalten. Wir machen alle vier Jahre ein Kreuz und das war’s auch schon mit der Partizipation. Die ach so friedfertigen ‚Grünen‘ führen dann genauso Kriege wie die CDU, ohne das Volk über die Einsätze entscheiden zu lassen. Die SPD würde dieselben Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien und anderen Regimen tätigen, wie die aktuelle Regierung. Der  Euro darf sowieso nicht in Frage gestellt werden… Ergo, was unterscheidet uns noch von Diktaturen?

3) Unsere westliche Demokratie (*hust*) ist quasi die perverseste Form der Diktatur, da sie das Volk ideologisch aufsplittert und gegeneinander aufhetzt, sodass es sich irgendwann nicht mehr gegen die ‚Parasiten‘ wehren kann. In der offensichtlichen Diktatur hingegen, ist der  „Feind des einfachen Mannes“ für jeden zu erkennen: z.B. die Volkspartei in China oder Diktator Mugabe in Simbabwe.

Die wichtigste Schlussfolgerung hieraus ist, den Fernseher zu entsorgen, das SPIEGEL-Zeitungsabo zu kündigen und meine Argumente zu durchdenken. Denn das System bildet letztlich jeder Einzelne von uns und es kann nur so schlecht sein, wie wir es zulassen und uns an ihm beteiligen.

Zur vertiefenden Lektüre empfehle ich zusätzlich:

Gaetano Mosca – Die Herrschende Klasse (1950)                                                   Gustave LeBon – Psyschologie der Massen (1895)                                                      Hans Herbert von Arnim – u.a. Der Staat als Beute (1993), Die politische Klasse – selbstbezogen und abgehoben (1997)

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