Lektion 1: Was ist Politik?

Beginnen möchte ich mit einer Einführungsvorlesung, die das Phänomen ‚Politik‘ gaaanz grundlegend beleuchtet. Danach sollte bereits klar werden, dass wir tagtäglich Betrügern auf den Leim gehen und diesen auch noch zujubeln…

Kratzen wir einmal den ganzen Lack ab und reduzieren „die Politik“ auf das was sie in Wahrheit ist, lässt sich ganz trivial sagen, dass eine Person A einer anderen Person B ihren Willen aufdrücken will. Person A ist also darauf aus zu manipulieren und zu täuschen. Was hat sie davon? MACHT! Das ist „des Pudels Kern“: Der Wille nach Macht!

Daraus ergeben sich als Konsequenz logischerweise Konflikte und Missgunst. Würden Menschen also nicht nach Macht streben, gäbe es überhaupt keine Politik und stattdessen ewigen Frieden. Der Freidenker Roland Baader sagte einmal sinngemäß: „Politik ist nicht die Lösung, sondern die Ursache aller Probleme.“ Wie recht er hat.

Folglich nimmt es nicht wunder, dass der Begriff ‚Politik‘ bei den meisten Leuten negative Assoziationen oder Gleichgültigkeit hervorruft: Sie haben einfach kein Interesse daran, in großem Maßstab zu lügen, zu heucheln oder gar jemanden psychisch und physisch zu verletzen. Was für ein Glück, die Menschheit wäre sonst schon längst ausgestorben…

Da die Welt aber nun einmal so ist wie sie ist (im negativen Sinne), führt eigentlich kein Weg an „politischer Bildung“ vorbei, um das miese Spiel wenigstens im Ansatz zu durchschauen. Umso trauriger ist für mich diese Ignoranz, die mir tagtäglich, insbesondere von meinen geistlosen Altersgenossen (ich bin 24) entgegenschlägt. Aber egal, weiter im Text…

Wie wir nun erkennen sollten, ist Politik eigentlich nichts Gutes. Jetzt lässt sich aber einwenden, dass meine Vorstellung von 7 Milliarden friedliebenden, harmonischen Menschen auf der Erde jeglichem Sinn für die Realität entbehrt. Ja, ich geb’s zu, so ist es, der Faktor Macht – in welcher Ausprägung auch immer – lässt sich leider nicht wegdiskutieren. Und so braucht es Gesetze, die notwendig sind, um ein gesittetes Zusammenleben zu garantieren. Dieses gesittete Zusammenleben garantiert der Herrscher innerhalb eines abgegrenzten Rechtsraums, welcher jedoch seinerseits auf einen loyalen Beamtenapparat angewiesen ist, da er nur zwei Augen hat.

Als „Regeldurchsetzer“ bilden somit das klassische Beamtentum und die Polizei die ‚Exekutive‘. Der Herrscher, oder besser: die Herrscher, als Gesetzgeber sind die ‚Legislative‘. In Deutschland ist dies offiziell der Bundestag, eine Einrichtung in der 620 „Volksvertreter“ (*hust*) nach bestem Wissen und Gewissen (*hust*) für das Volk verbindliche Gesetze erlassen. Und zu guter Letzt, gibt es noch die ‚Judikative‘, also die Gerichte, welche verpflichtet sind, die vorhandenen Gesetze anzuwenden.

Im Idealfall sind diese Institutionen unabhängig voneinander, sodass sich Richter und Polizisten nicht von Politikern in ihre Arbeit reinpfuschen lassen. Tritt dieser Idealfall tatsächlich ein, haben wir die klassische ‚Gewaltenteilung‘, die den größtmöglichen Schutz vor staatlicher Willkür bietet. Ich will jetzt nicht zu viel verraten, aber… ihr könnt es euch schon denken… das ist der größte Witz auf dieser Erde.

Heute tritt zudem eine „vierte Gewalt“ neben Exekutive, Legislative und Judikative. Diese ist von allergrößter Bedeutung, man kann ihre Macht nicht hoch genug einschätzen: Die Medien. Was wir denken, wird von ihnen geformt. Erst durch die Medien können die Politiker zu uns kommunizieren und erklären wie die Welt funktioniert (*huuust*). Aber auch sonst filtern die Zeitungen, das Fernsehen oder das Radio jene Informationen, die wir wissen sollten… Und ja, auch diese Gewalt ist nicht unabhängig von der Regierung, sondern voll vereinnahmt. Eine Ausnahme bietet jedoch das Internet; meiner Meinung nach der größte Segen unseres Zeitalters. Dass auch hier zensiert wird, und ich spreche nicht nur von China, sollte ebenso jedem klar sein.

Aber all dies und vieles mehr wird in regelmäßigen Abständen detailliert erörtert und ausgeweitet, sodass sich ein größeres Bild von der großen Täuschung ergibt, der wir Menschen seit Jahrtausenden erliegen.

So, das war’s fürs Erste.

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