Das Martyrium des Gustl Mollath

Der „Fall Gustl Mollath“ ist ein wunderbares Anschauungsbeispiel für meine Sicht auf die politische Klasse, welche bekanntlich Justiz, Medien und Finanzwelt miteinschließt. Es zeigt sich hier wieder deutlich, wie korrupt unser ganzes System ist und dass wir kleine Bürger für die selbsternannten „Herrenmenschen“ der letzte Dreck sind.

Die Sachlage kurz skizziert: Gustl Mollath hat dank seiner Frau Einsicht in die kriminellen Machenschaften von Banken und Politik. Er wertet die unzähligen Hinweise systematisch aus und wendet sich an die Öffentlichkeit. Den Verantwortlichen geht der Arsch auf Grundeis, sodass die Justiz ihm psychische Störungen attestiert und ihn unbefristet in die geschlossene Anstalt abschiebt. Das war vor sechs (!!!) Jahren! Mittlerweile sind neue Gutachten ans Tageslicht gekommen, die besagen, dass Mollath Recht hat. In so einem Fall heißt es für alle Beteiligten natürlich, den Schaden zu begrenzen und die Öffentlichkeit hinzuhalten.

Immerhin sind die Medien jetzt gezwungen über diesen Fall von „Staatsterrorismus“ zu berichten:

Seht euch diese blasierte und völlig degenerierte Justizministerin aus Bayern an. Der letzte Abschaum! Auch die BILD-Zeitung berichtet heute (29.11.2012) über diesen Skandal, jedoch verkauft sie ihre Leser mal wieder für blöd. Ich zitiere mal den Märchenonkel F.J. Wagner von Seite 2:

„Was mich beunruhigt ist, dass noch mehr Unschuldige dort sitzen können. Dass Mollath kein Einzelfall ist.“

Wagner

Nur das beunruhigt Sie, Herr Wagner? Mehr ist zu dem Fall also nicht zu sagen? Ich sage Ihnen mal was mich beunruhigt: Dass „intelligente“ Menschen, wie sie einer sind, sich für dieses System prostituieren und die Menschen alle Nase lang verarschen.

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4 Gedanken zu „Das Martyrium des Gustl Mollath

  1. „Was mich beunruhigt ist, dass noch mehr Unschuldige dort sitzen können. Dass Mollath kein Einzelfall ist.“

    Nö Wagner, ist er nicht.. Habe gestern einen Mann kennen gelernt. Sitzt seit 8 Jahren in der forensischen Psychatrie. Wegen überzogener Notwehr. Wehrt sich seit 8 Jahren erfolgreich gegen Psychofharmaka. Also kann er so „verrückt“ nicht sein. Aufmucken ist auch nicht möglich, sonst gibt es die Droge mit Gewalt.

    Der Mann ist intelligent und kennt sich, Dank Telefon, in der aktuellen Lage aus. Ein in der Einrichtung beschäftigter iranischer Arzt sagte ihm: Ich verstehe nicht was DIE von meinem Land wollen. Wir haben keine A-Waffen und wollen auch mit niemanden Krieg.

    Noch mal zu Mollath wie auch zu diesem Mann. Wenn sie kriminell sind, was in beiden Fällen nicht zutrifft, gehören sie ins Gefängniss. Da es dafür aber juristisch nicht reicht wird mit der „sanften Keule“ Psychatrie gearbeitet.

    PS. Werd jetzt mal gockeln wie viele Menschen in der BRiD jährlich in der
    „Klappse“ sterben.

  2. @ Märchenonkel

    Selbst wenn die Iraner Atomwaffen hätten, warum sollten sie keine haben dürfen? Anders als z.B. das atomar bewaffnete Israel hat der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben… Darf sich der Iran nicht von anderen Atommächten in seiner Existenz bedroht fühlen?

    Zum Mollath-Fall: Wäre hilfreich wenn du solche Zahlen finden könntest.

    • Das gockeln war wenig erfolgreich. Habe aber noch mal mit o.g. Mann telefoniert. Es soll sich um 42.000 Tote in den letzten acht Jahren handeln. Er hat auch die Quelle genannt. Diese war im Moment leider nicht erreichbar. Mir deren Einverständniß werde ich sie nachreichen.

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